BMW Aufbereitung A1 Speed Polish_1

TEST: A1 Speed Polish – Dr. Wack Chemie

Brillianter Tiefenglanz mit “A1 Speed Polish”? Es ist kein neues Produkt das A1 Speed Polish von Dr. Wack Chemie, aber aus gegebenem Anlass haben wir das Produkt noch einmal aus dem Fundus hervorgeholt. Dr. Wack Chemie preist sein A1 Speed Polish damit an, dass “erstmals der Glanzschleier damit entfernt werden kann”. Weiter geht es sehr vollmundig: “Brillianter Tiefenglanz wie neu lackiert. Extrem leichte Verarbeitung und dann soll das A1 Speed Polish auch noch für alle Lackarten und Lackzustände taugen”. Ein Wundermittel? Eine eierlegende Wollmilchsau?
Wir werden der Politur heute auf den Zahn fühlen …

A1 Speed Polish im Handauftrag

Unser erster Kontakt mit der Politur aus dem Hause Dr. Wack Chemie liegt schon einige Jahre zurück. Zusammen mit dem A1 Speed Wachs haben wir die Produkte am einem schwarzen Audi A4 ausprobiert. Ein ehemaliges Firmenfahrzeug sollte im Handauftrag zu neuem Glanz kommen. Der Lack war zwar erst 4 Jahre alt, das Fahrzeug hatte aber schon 100.000 km gelaufen und nur die nötigste Waschstraßenpflege bekommen. Zustand des Lacks: Kein Tiefenglanz und viele kleine Kratzer durch die Waschanlagenpflege.

Das Ergebnis war mäßig: Kein Tiefenglanz in Sicht und auch der Glanzschleier war noch da – von Neulack ganz weit entfernt.

Maschinenpolitur an einem BMW 3er Kompakt

Und jetzt das ganze als Maschinenpolitur. Wird das A1 Speed Polish jetzt besser abschneiden?
Als Testkandidat muss ein BMW 3er Kompakt herhalten. Baujahr 1996, 56.000 km gelaufen, 1. Hand von einer älteren Dame. D.h. wenig gefahren, aber keine Pflege. Der Lack hat einen sehr stark ausgeprägten Glanzschleier und viele kleine Kratzer, insbesondere in Längsrichtung des Fahrzeugs.

BMW Aufbereitung A1 Speed Polish
Auch ohne Profi-Politur kann das Ergebnis sich sehen lassen.

A1 Speed Polish mit der Poliermaschine

Um die nötige Drehzahl für eine erfolgreiche Politur, d.h. um einen Lackabtrag zu erhalten, verwenden wir eine Exzenter Poliermaschine der Firma Vossner. Für den Auftrag der Politur wählen wir einen weißen Polierschwamm. Der (harte) weiße Schwamm in Verbindung mit mittlerer bis hoher Drehzahl der Poliermaschine und einer Politur mit einem mittleren “Cut” (Abtrag), könnte ein gutes Ergebnis bei unserer Lackpflege Maßnahme bringen.

Durchführung:

  • Aufbringen von A1 Speed Polish auf dem Maschinenpad. Etwa 10 kleine Portionen Polish mit je 10 mm Durchmesser werden gleichmäßig auf dem Polierschwamm platziert.
  • Jetzt setzen wir den Schwamm auf der ca. 60×60 cm großen Arbeitsfläche an verschiedenen Positionen auf, um die Politur so auf der Motorhaube zu verteilen.
  • Erst jetzt wird die Poliermaschine eingeschaltet und mit kleinster Geschwindigkeit “1” wird das A1 Speed Polish mit leichten Druck auf die Maschine, auf dem Lack verteilt.
  • Der Poliervorgang startet jetzt, indem die Drehzahl von 1 auf 4 (von max. 6) erhöht wird. Der Druck auf die ohnehin nicht gerade leichte Maschine darf die Höhe des Schwammes nicht mehr als um 1/3 eindrücken.
  • Im Kreuzgang (horizontal dann vertikal) wird die Arbeitsfläche “abgefahren. 2 – 3 Durchgänge genügen, dann ist vom A1 Speed Polish auch nicht mehr viel auf dem Lack vorhanden.
  • Mit einem (weichen) schwarzen Pad wird mit Geschwindigkeitsstufe 2 die Politur auspoliert.
  • Für das Finish von Hand nehmen wir wie üblich ein Mikrofasertuch.
  • So verfahren wir weiter, immer in kleinen Arbeitsflächen, bis der ganz Lack des Oldies poliert ist.
BMW Aufbereitung A1 Speed Polish
Hat A1 Speed Polish die Werbeversprechen gehalten? Urteilen Sie selbst …

Finish

Und was hat der Test gebracht? Das beste Produkt kann seine Stärken nicht 100 % ig ausspielen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. A1 Speed Polish leistet Erstaunliches, wenn die Anwendung des Produkts zu der Aufgabe passt. In unserem Fall reicht der “Cut” von A1 Speed Polish sogar aus, um einen derart verwitterten Lack wieder in neuwertigem Tiefenglanz erstrahlen zu lassen, wenn die Drehzahl und der Anpressdruck* stimmen.

Achtung*: Der Anpressdruck ist eine diffizile Angelegenheit. Hier ist der Grat zwischen “Schönmachen” und “Kaputtmachen” schmal. Zu berücksichtigen sind hierbei die entstehende Temperatur, die unterschiedliche Temperaturableitung auf Stahlblech, Alublech und Kunststoff, sowie die niedrigere Lackdicke an Blechkanten/Knicken.

Test/Text/Fotos: Marc Feldermann, Reinhard Dutschke

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