Classic Days Schloß Dyck 2012

MILLE MIGLIA: „Das schönste OldtimerRennen der Welt“

MILLE MIGLIA: „LA CORSA PIÙ BELLA DEL MONDO“
(„Das schönste Rennen der Welt“)

Schon 1899

am 11. September, findet das erste Straßenrennen in Brescia statt. Es geht über Cremona und Mantua nach Verona und dann zurück nach Brescia. 233 km auf den Schotterwegen des letzten Jahrhunderts. Von motorisierten Fahrrädern bis zu großen Automobilen ist alles vertreten, was stinkt und knattert. Der Sieger braucht 4 Stunden, 41 Minuten und 19 Sekunden. Auf den dritten Platz kommt ein 18 Jahre alter Kunststudent aus Mailand – Ettore Bugatti, später Gründer eines der berühmtesten Automobilwerke der Welt. Wenige Jahre später gewinnt Vicenzo Lancia das nunmehr 370 km lange Rennen mit 115,7 km/h Durchschnitt. 1905 gibt es eine Kombination von Motorrad-, Auto- und Kanurennen, das auf dem Gardasee stattfindet. Jetzt sind es schon 501 km. Und wo wir schon bei berühmten Namen sind, Fiatgründer Giovanni Agnelli und der Kriegsheld und Dichter Gabriele DíAnnunzio sind unter den Protagonisten dieses Rennens. DíAnnunzio, ein glühender Verehrer des weiblichen Geschlechtes, setzt durch, daß das Automobil grundsätzlich als weiblich bezeichnet wird. Nach einer längeren, unter anderem kriegsbedingten Pause beginnt die eigentliche Geschichte des schönsten Rennens der Welt am 26. März 1927. Der unvergessene Rudolf Caracciola schreibt in diesem Jahr: “Wie ist es nur möglich in dieser schwierigen Zeit, wo doch alles gegen Autorennen spricht, ein solches Rennen erfolgreich zu organisieren und durchzuführen?!”

Die Roaring Twenties

hatten ihren Höhepunkt erreicht, als sich vier motorsportbegeisterte Enthusiasten dazu entschieden, einen Wettbewerb zu organisieren, der nicht nur einer kleinen Elite offen stehen sollte. Ziel war es, dass jeder gute Fahrer sich daran beteiligen konnte. Die Teilnahmebedingungen sollten nicht zu eng ausgelegt werden, denn die Fahrer sollten eine faire Chance besitzen, ihre persönlichen Fähigkeiten und Begabungen zu messen. Nur Sportwagen aus der regulären Serienproduktion, unveränderte Automobile von bekannten Automarken waren zum Start zugelassen. Die Idee der Mille Miglia war geboren.
Und so muss man sich die sagenumwobene Mille Miglia ab 1927 vorstellen: Wie der Name schon sagt 1000 Milen, d.h. 1600 km mit Start in Brescia über die Apenninen-Halbinsel non-stop Vollgas nach Rom und wieder zurück nach Brescia. Nach heutigem Verständnis haben die 1600 km nichts mit einer Rennstrecke zu tun. Keine abgesperrten Straßen, kein Fangzäune, teilweise über Schotterpisten und durch enge verwinkelte Gassen kleiner, romantischer Orte. Aber das macht den Reiz dieses geschichtsträchtigen Rennens ja heute aus. Neben der Exlusivität für die Teilnehmer, natürlich für Teams und Zuschauer aus aller Welt das Ambiente historische Fahrzeuge in historischen Ortschaften und fantastischer Landschaft zu erleben.

Aus den Anfängen

der Mille werden auch die abenteuerlichsten Heldensagen überliefert: Tazio Nuvolari, dem es 1930 als erstem gelang die Mille Miglia in einem Durchschnittstempo von über 100 km/h zu absolvieren, soll, um an seinem Dauerrivalen Achile Varzi vorbeizukommen, sich nachts mit ausgeschalteten Scheinwerfern an ihn herangepirscht haben. An der hinteren Stoßstange von Varzi klebend, hat Nuvolari seine drei Scheinwerfer aufgeblendend und konnte die Schrecksekunde seines Geners nutzen und an ihm vorbeiziehen.

Sir Stirling Moss

gelang es 1955 die absolute Rekordzeit der Mille Miglia aufzustellen, indem er die Strecke mit seinem Kopiloten Denis Jenkinson innerhalb von 10 Stunden und 16 Minuten absolvierte. Das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 157.65 km/h!
Stirling Moss im Mercedes 300 SLR 1954 auf der Mille Miglia im Original Video.
Brescia-Rom-Brescia: Dieses 1600 km lange Rennen auf gewöhnlichen Strassen war von 1927 bis 1957 das unbestrittene Rendez-vous der grössten Piloten und berühmtesten Konstrukteure. “La corsa più bella del mondo” musste leider 1957 nach einem schweren Unfall, der einem Teilnehmer das Leben kostete, unterbrochen werden.
1977 erwachte der Mythos wieder zum Leben. Zu Ehren ihrer Geschichte dürfen an der neuen Mille Miglia nur die Modelle teilnehmen, die in den Jahren 1927 bis 1957 starteten. Jedes Jahr nehmen seither mehr als 350 Teams an der Rallye teil, welche aus über 900 Kandidaten ausgewählt werden.
 

Oldtimer Event der Superlative:


In Vorbereitung:
– MILLE MIGLIA für Teams
– MILLE MIGLIA für Fans
 

 
Weitere Inhalte zu dem Thema: Presseinfo Mille Miglia 2013:

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