Mille Miglia 2018

Mille Miglia 2018

Wer als Autofan von der Mille Miglia hört, ist sofort im Geiste in Italien. Das Erlebnis “Mille Miglia” ist für einen Auto- und Oldtimerfan einzigartig und ein Muss, zumindest einmal im Leben. Ich war 2015 das letzte Mal bei der Mille, aber auch in diesem Jahr ist das großartige Oldtimer-Spektakel fester Bestandteil unserer Toskana Reise.

Auf zur Mille Miglia 2018

Mille Miglia 2018
Mille Miglia 2018
Das erste Mal vor 3 Jahren haben wir das Spektakel in der Toskana erlebt (Mille Miglia 2015). Hier bei Monteriggioni, etwas südlich auf der Via Cassia Nord, Richtung Siena, gegenüber einem alten Palazzo, ist der perfekte Standort. An Rand einer leicht geschwungenen Kurve hat man wunderbare Einblicke auf das Fahrerfeld.
Offiziell mitfahren darf, wer ein Fahrzeug vorweisen kann, das bei der originalen Auflage des Rennens zwischen 1927 und 1957 dabei war. Das klingt nach teuer und – ist es auch! Also blieb uns nur der Zuschauerplatz, aber auch diese Perspektive hat seine Reize. In Lucca wurde übernachtet. Hier kann man das Fahrerfeld ab 15:30 Uhr beobachten, wie sich der Lindwurm entlang der Versilia durch die Stadt zieht. In den engen Gassen von Lucca findet wir viele wunderbare Stellen, wo man die Oldtimer beobachten und das Brüllen der Motoren erleben kann, während man in einem Cafe einen Aperol Sprizz oder ein Glas Wein genießt.

Internationales Publikum inklusive

Zu uns gesellt sich ein Klassiker-Fan aus Huntingten Beach California, der sich seien Traum, dabei zu sein, nach 20 Jahren endlich erfüllt hat. Eine junge Frau aus L.A. deren Freund mitfährt, erzählt uns noch ganz aufgeregt, dass die ganze Nacht an einem Achsbruch gearbeitet wurde, um das Rennen zu Ende fahren zu können.

Der Mille folgen wir nach Parma

Mille Miglia 2018
Mille Miglia 2018
Wir lassen ungefähr das halbe Fahrerfeld vorbeiziehen, verabschieden uns gegen 17:30 Uhr von unseren neuen Freunden und ziehen weiter. Jetzt führt uns die Mille nach Parma, über die Autostrada. Wir überholen das Feld der Teilnehmer und können so die Ankunft der Oldtimer in Parma erleben. Dort angekommen, im Hotel eingecheckt, geht es direkt zum Marktplatz. Hier erleben wir, wie die automobilen Kostbarkeiten dann nach und nach eintreffen. Aber anders als in Lucca hat man leider keinen so guten Blick auf die Wagen und der Moderator hat nur einen Blick und anerkennenden Worte für italienisches Blech.

Prominenz bei der Mille Miglia

Historie, Leidenschaft, der unvergleichliche Sound der Motoren, die einmalige Landschaft und natürlich die Exklusivität ziehen jedes Jahr auch Prominente an. So greift ein Walter Röhrl ebenso auf der Mille Miglia ins Steuer wie Guy Berryman, Derek Hill, Jochen Mass oder Gran-Tourismo Spieleerfinder Kazunori Yanauchi. Alle Promis werden mit ihren seltenen Rennern vorgestellt, wobei sich das Ganze bis ca. 23:00 Uhr zieht.

Meine Mille Miglia Tipps

Wer dieses einzigartige Oldtimer-Event erleben möchte, dem würde ich folgendes empfehlen.

Tag 1: Tourstart in Brescia
Start und Vorstellung der Fahrzeuge und Fahrer. Anschließend die Autostrada Richtung Arezzo und dann südlich – in Cortona ein Hotel suchen.

Tag 2: Toskana pur
Nach dem Frühstück auf freier Strecke in der Toskana das Fahrerfeld beobachten und dann nach Lucca in ein Stadthotel mit Parkplatz für den eigenen Wagen.

Tag 3: Lucca
Hier hat man Zeit bis ca. 15:30 Uhr und kann sich die Stadt ansehen. Wer dann einen Platz in dem passenden Cafe findet, für den ergibt sich der perfekte Blick auf das Fahrerfeld und die historische Altstadt.
Abschluss der eigenen “Mille Miglia” bietet dann die Toskana rund um „Siena“ und „San Gimiano“ bei Wein und tollen Geschichten und Erlebnissen rund um die 1000 Meilen.

“Mille Miglia – Wir sehen uns 2019 – garantiert!”

Achtung die Tour ändert jedes Jahr ein wenig die Strecke. Lucca und Arezzo waren aber in den letzten Jahren immer dabei.

Text und Fotos: Christian Tettschlag

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