VW-Porsche 914 Eslohe

VW-Porsche 914 und Erbsensuppe

In diesem Jahr war es wieder soweit, der VW-Porsche Club Siegerland hatte sich der Herausforderung zu stellen das 3. Internationale Porsche 914 Treffen im Siegerland zu organisieren. Über mangelnde Nachfrage brauchten sich die Organisatoren um Marc Perkovic aber nicht zu beklagen. Im Gegenteil – innerhalb von einer Woche waren die verfügbaren 90 Startplätze vergeben.

Porsche Fans aus 6 Ländern fanden am Wochenende um den 28.05.2016 den Weg ins Siegerland. Von Freitag bis Sonntag drehte sich dann alles um den kleinen Mittelmotor Targa, Ausfahrten, Benzingespräche und interessante Besichtigungen.
Am Samstag stand dann die große 150 km lange Rundfahrt auf dem Programm. Über kurvige Landstraßen und beschauliche Sauerländer Täler führte die Tour die Porsche Jünger zur Mittagszeit nach Eslohe. Petrus hätte wohl auch Spaß an einem VW-Porsche 914 gehabt. So zeigte sich die Sonne bei milden Temperaturen, so dass die Porsche-Fans aus Deutschland, Holland, Österreich, England, Belgien und der Schweiz mehrheitlich die Targadächer ihrer 914er dort transportieren, wo sie bei solchem Wetter hingehören – in den hinteren Kofferraum.

Zur Erbsensuppe nach Eslohe. Pünktlich gegen 12 Uhr trudelten dann die ersten VW-Porsche 914 in Eslohe an der Domschänke, dem Esloher Brauhaus, ein, wo für die 90 Teams 180 Portionen Erbsensuppe darauf warteten von den hungrigen Porsche Fans vertilgt zu werden. Das Organisationsteam hatte ganze Arbeit geleistet und so verteilten sich die 90 VW-Porsche, ohne Staubildung, auf den kleinen Parkplätzen rund um die Esloher Domschänke.
Die leckere Erbsensuppe wurde dann unter Sonnenschirmen im Innenhof des typisch sauerländischen ehemaligen 3-Seitenhofes der Domschänke eingenommen. Auch das hausgebraute Bier, das Esselbräu, ließen sich zumindest die Beifahrer der Teams geschmeckt. Anderthalb Stunden später löste sich dann langsam die bunte Ansammlung von schmucken Porsche 914 in Eslohe auf und fuhren weiter zum nächsten Highlight des Tages – zum Besucherbergwerk Ramsbeck.


VW-Porsche 914
In den 1960er Jahren fehlte VW ein sportlicher Nachfolger für den Karmann Gia und so kam es zu der Kooperation zwischen Volkswagen und Porsche, aus der der VW-Porsche 914 hervorging. Zwischen 1969 und 1976 entstanden so 119.000 Porsche 914, wobei die Karosserie bei Karmann gebaut wurde und die 1,7, 1,8 und 2,0 Liter Vierzylindermotoren aus dem Regal von VW stammten.
Die Sechszylinder Variante war fast schon ein richtiger Porsche. Die bei Karmann in Osnabrück vormontierte Karosserie wurde bei Porsche endmontiert und mit dem 110 PS starken Sechszylinder Boxer aus dem Porsche 911T bestückt. Diese Option ließ sich Porsche aber teuer bezahlen. So war der Porsche 914/6 ca. 30% teurer als der 914/4, was sich dann auch in den Absatzzahlen widerspiegelte. Nur 3353 914/6 verließen die Produktionshallen von Porsche in Ludwigsburg. Auch betrug der preisliche Abstand zu einem „richtigen“ Porsche, dem 911T, nur noch ca. 10% Aufpreis auf den 914/6.
Heutzutage ist der preisliche Unterschied zwischen 914/4 und 914/6 noch größer geworden. Einen passablen Vierzylinder gibt es schon ab 15.000 € – für einen Sechszylinder muss man dagegen schon mindestens 50.000 € auf den Tisch legen.

Interessante Links:
Domschänke/Esloher Brauhaus
VW-Porsche Club Siegerland e.V.

Text und Fotos: Reinhard Dutschke

Ein Gedanke zu “VW-Porsche 914 und Erbsensuppe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*