Liqui Moly Ölverlust Stop

TEST Liqui Moly – Öl Verlust Stop


Öl Flecken in der Garage oder vor dem Haus auf dem Stammparkplatz sind nicht nur unschön, sie stellen auch eine besondere Verschmutzung der Umwelt dar. Meist ist Abhilfe nur durch teure Reparaturen möglich, bei denen der Motor teilzerlegt werden muss. Aber es geht manchmal auch anders den Ölverlust zu reduzieren oder zu stoppen. Durch Öl-Additive können Motoren und Getriebe wieder abgedichtet werden – so zumindest lautet die Produktbeschreibung von Liqui Moly – Öl Verlust Stop.

Herausforderung: Ölverlust

Defekte Motorendichtungen durch die Zugabe eines Additivs zum Motoröl zu heilen, das soll funktionieren???
Bei aller gesunden Skepsis ertappt man sich doch gelegentlich dabei, den vollmundig versprochenen Produkteigenschaften solcher Wundermittel, wenn nicht Glauben, dann zumindest Aufmerksamkeit zu schenken.

Wir haben es ausprobiert, bei einem Youngtimer, der einen geringen Ölverlust im Bereich des Simmerrings zwischen Getriebe und Motor aufwies. Nachdem die ersten Werkstatt-Konsultationen anscheinend keine andere Wahl zuließen, als das Getriebe auszubauen und die Dichtung zu erneuern, sollten doch alternative Maßnahmen, zumindest als Gedankenspiel zulässig sein.
Und so erinnert man sich an alte Zeiten: … da gab es doch ein Zaubermittel aus dem Hause Liqui-Moly namens „Öl-Verlust-Stop“.

Also gegoogelt, was das Zeug hält und bald wird aus der vermeintlichen Scharlatanerie ein Produkt mit einer Daseinsberechtigung, die sich auf eine technisch fundierte Produktbeschreibung eines neutralen Experten und vielen überwiegend positiven Erfahrungsberichten stützt.

Wirkungsweise: Öl-Verlust-Stop

Aber eins vorweg: Öl-Verlust-Stop ist kein Allheilmittel mit Zauberwirkung. Es enthält zwei Bestandteile die zum einen Dichtungen aus Gummi und Kunststoff (also keine Korkdichtungen, wie sie früher häufig verwendet wurden) etwas aufquellen lassen und zum anderen ein Additiv, welches das heiße Motoröl, im sehr dünnflüssigen Zustand, etwas „andickt“. Durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen gehören aber nicht zu der Domäne von Öl-Verlust-Stop, da wird man um eine kostspielige Reparatur nicht herum kommen. Aber bei kleineren Undichtigkeiten, bei denen sehr dünnes Öl zwischen Dichtung und Motor-/Getriebeteil heraus gedrückt wird, könnte u.U. mit Öl-Verlust-Stop eine Abdichtung herbeigeführt werden.

So bestätigen es eine Vielzahl von Anwendern in den einschlägigen Foren, was auch unsere Motivation war, einen eigenen Test zu starten. Also Öl-Verlust-Stop gekauft, dem Motoröl zugefüllt und nach 400 – 800 KM sollte die Wirkung eintreten.

Testergebnis: Öl-Verlust-Stop

August 2014 – Vier Wochen sind jetzt ins Land gegangen, seit wir das Additiv in einen 94er Mazda MX-5 1.9 eingefüllt haben. Und tatsächlich, es sind keine erneuten Ölflecken, im Bereich des Übergangs zwischen Motor und Getriebe, mehr aufgefallen! – Also 500 € für die Instandsetzung gespart??? – Mal sehen, der prüfende Blick auf den Garagenboden wird auf jeden Fall erhalten bleiben … Der Test geht weiter.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, denn bei unserem Test zeigt Öl-Verlust-Stop bisher die versprochene Wirkung und das bei einer Investition von 13 € für das Kleingebinde im Fachhandel.

Liqui Moly Öl-Verlust-Stop Langzeittest

August 2017: Nach kontinuierlicher Anwendung über drei Jahre, mit jedem jährlichen Ölwechsel, ist weiterhin kein Ölfleck mehr unter dem MX-5 zu verzeichnen. Ein leichtes „Öl-Schwitzen“ ist zwar noch bei genauem Hinsehen zu erkennen, was aber auch bei der Hauptuntersuchung keinen Anlass zur Kritik bietet.

Unsere Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Liqui Moly Öl-Verlust-Stop

Weitere Informationen direkt vom Hersteller.
 

Text und Test: Reinhard Dutschke

 

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