Granulat oder Trockeneisstrahlen

Granulat oder Trockeneisstrahlen

Oberflächenbehandlung in der Oldtimer-Restauration

Egal ob es nur ein Hobby ist, der Beruf, oder einfach pure Leidenschaft: Oldtimer-Restaurationen bieten immer viel Gesprächsstoff. Nur allzu ungern möchte man seinem Oldtimer Schaden zufügen bei der Restauration, und welche Methode ist für was nun am besten? In der Kategorie Oberflächentechnik stehen drei verschiedene Verfahren zur Diskussion: Trockeneis-, Granulat- und Sandstrahlen. Es stellt sich jedoch die Frage, welches Verfahren denn nun am besten ist.

Granulatstrahlen

Bei diesem Verfahren wird ein Granulat mithilfe von Luftdruck auf die zu bearbeitende Oberfläche gestrahlt. Ein eindeutiger Minuspunkt bei diesem Verfahren ist, dass beim Auftragen das Metall der Oberfläche in der Regel geringfügig abgetragen wird. Das Ausmaß hängt ganz vom Luftdruck und der Art des Granulats ab. Daher ist dieses Verfahren insbesondere bei der Oldtimer-Restauration nicht besonders empfehlenswert, da die Substanz der Originalteile des Fahrzeugs beeinträchtigt werden kann.

Sandstrahlen

Das Sandstrahlverfahren erfordert viel Erfahrung, da es sonst zu enormen Schäden der Karosserie kommen kann. Diese kann im wahrsten Sinne des Wortes „kaputt gestrahlt“ werden. Das Sandstrahlverfahren eignet sich zur Entrostung, insbesondere von Tiefenrost. Sandstrahlen ist zwar die kostengünstigste Variante, dennoch kommt diese mit einem hohen Preis, wenn man eventuelle Karosserieschäden mit einbezieht – und die können bei historischen Fahrzeugen erst so richtig ins Geld gehen. Das Sandstrahl-Verfahren sollte nur zur Rostentfernung in Betracht gezogen werden. Bei einer Vielzahl von Strahlgütern ist die richtige Wahl des Strahlguts hierbei äußerst wichtig. Eine grobe Körnung sollte nur bei sehr stark verrosteten Blechen benutzt werden. Kunststoffgranulat oder auch Glaskugeln sorgen für ein weitaus sanfteres Ergebnis.

Trockeneisstrahlen

Dieses Verfahren ist gegenüber seinen zwei Vorgängern noch nicht allzu bekannt, birgt aber viele Vorteile und ist eine wahre Innovation bei der Restaurierung von Oldtimern. Trockeneisstrahlen ist ein Druckluftverfahren mit dem Strahlgut Trockeneis (CO2). Vor allem für die Reinigung von Unterboden oder auch Motorteilen ist Trockeneisstrahlen eine hervorragende Wahl. Doch auch für die Entfernung von Beschichtungen ist es effizient, besonders schonend und sehr umweltfreundlich. Das benutze Strahlgut verdampft und es müssen lediglich die gelösten Beschichtungen entfernt werden. Trockeneis ist neutral, geruchsarm und hinterlässt keine Rückstände. Die Oberfläche wird bei diesem Verfahren in keinster Weise beschädigt. Eine Firma, die sich bereits auf diese Anwendung spezialisiert hat, ist die Schad Oldtimer Restauration. Hier wird fachgerecht mit dem neuen Arbeitsstoff umgegangen, somit ist eine schonende Oberflächenbehandlung des Oldtimers garantiert.

 

Fazit

Wenn man auf der Suche nach einem effizienten, umweltschonenden und materialschonenden Verfahren ist, dann sollte man auf das Trockeneisverfahren zurückgreifen. Es ist ein Verfahren, dass bei einer gründlichen Oldtimer-Restauration absolut zu empfehlen ist.

 

Text und Fotos: Julian Raab

 

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